Aktuelle Nachrichten
(zuletzt aktualisiert am
6. Juni 2004 - 07:30)
Bitte Termin vormerken:
26. Juni: Jubiläums-Sommerfest mit Spanferkel-Essen
10.+11. September: Jubiläumsveranstaltung
25 Jahre Schachclub Bad Soden.
Mai 2004
+++Aktuelle
Meldung+++
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Julian Leach bei den Deutschen
Jugendmeisterschaften 2004 in Willingen |
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Standortbestimmung. Bei den Deutschen
Jugendmeisterschaften 2004 in Willingen/Sauerland hat Julian Leach
vom Schachclub Bad Soden in der U10-Altersgruppe eine solide 50%-Quote
erzielt und erreichte im Endergebnis mit 5.5 von 11 möglichen Punkten
den 43. Platz unter 88 Teilnehmern seiner Altersgruppe.
Knapp vor ihm platzierte
sich Alina Sancar von der SJ Herborn ebenfalls mit 5.5 Punkten aber
der um minimale 1.5 Punkte besseren Buchholz-Feinwertung auf Platz 42.
Mit der tollen Leistung war Julien damit drittbester Teilnehmer aus
Hessen in seiner Altersklasse, Philipp Risius aus Gießen kam auf Platz
12. Platz 1 sicherte sich bei den U10-Knaben Bilgin Osmanodja aus
Dresden, seine Schwester Filiz schaffte das gleiche Kunststück bei den
U10-Mädchen. Julien Geske vom Nachbarverein SC Höchst erreichte in der
U14-Altersklasse den 7. Platz.
In der ersten Runde besiegte
Julien Leach mit Weiss Annika Schätz (DWZ
1139 von USG Chemnitz). Doch in der zweiten Runde
sah er gleich einer starken Herausforderung entgegen: Mit Schwarz
wurde er gegen Gordon Zimmermann (DWZ 1562 vom SV Gryps) ausgelost,
immerhin die Nummer 2 der Teilnehmer-Setzliste. Und Gordon Zimmermann
entpuppte sich in der Tat als schwerer Gegner, Julian hatte mit 0:1
das Nachsehen. Juliens bisherigen Partien im Überblick:
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Runde |
Weiss |
DWZ |
Schwarz |
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Julien Leach |
1232 |
Anna Prymak |
774 |
1:0 |
| 2 |
Gordon Zimmermann |
1562 |
Julien Leach |
1232 |
1:0 |
| 3 |
Julien Leach |
1232 |
Stefan Döring |
1113 |
1:0 |
| 4 |
Rene Wittke |
1532 |
Julien Leach |
1232 |
1:0 |
| 5 |
Julien Leach |
1232 |
Patrik Liptak |
1085 |
1:0 |
| 6 |
Seva Bashylin |
1143 |
Julien Leach |
1232 |
0:1 |
| 7 |
Julien Leach |
1232 |
Jonas Dünzel |
1433 |
0:1 |
| 8 |
Laurin Döll |
1171 |
Julien Leach |
1232 |
0,5:0,5 |
| 9 |
Julien Leach |
1232 |
Romy Spangenberg |
1119 |
1:0 |
| 10 |
Julien Leach |
1232 |
Wiede Friedrich |
1436 |
0:1 |
| 11 |
Anja Schulz |
1166 |
Julien Leach |
1232 |
1:0 |
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awlik (links), Fredershausen
(rechts) |
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Geir Smith-Meyer zeigt starke
Leistung und kommt auf den dritten Rang. Die letzte Runde des
Nachbarschaftsturniers zeigte wieder einmal mehr, was alles so im
Schach möglich ist.
Wesentlich länger kämpften Geir Smith-Meyer (Bad Soden, DWZ 1611)
und Werner Reyher (DWZ 1769) um den Sieg. Geir kommentiert das Spiel
so: "Mit
Weiss spielte ich die Spanische Eröffnung / Berliner
Verteidigung. Leider waren meine Züge am Anfang etwas ungenau, so
dass
Werner Reyher mich unter Druck setzen konnte. Danach hat er seinen
potentiellen Durchbruch mit dem Zug Be3 nicht gefunden - dadurch
konnte ich seinen Königsangriff entschärfen und in ein vorteilhaftes
Endspiel übergehen, mit Freibauer auf der A-Reihe, Dame, Turm und
Springer gegen Dame, Turm und Läufer. Besserwisser FRITZ schätzte die
Position mit 0,8 Wertungspunkte vorteilhafter für
Weiss ein, also nicht so
viel. Es war jetzt mittlerweile Mitternacht geworden und wir waren
beide müde. Die Aussicht auf weitere 20 oder 30 Züge mitten in
der Nacht waren für beide Spieler nicht gerade erbaulich, ich habe
deswegen Remis angeboten und es wurde sofort angenommen".
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Strenger (links), Hümer (rechts) |
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Hermann Strenger (DWZ 1718) bezwang in einer weiteren
Schlussrundenpartie Dominik Hümer (1472). Er übte mit seiner aktiven
Dame am Königsflügel mächtig Druck aus, Hümers Position war stark
beengt. Den Partieverlauf kommentiert Dominik Hümer:
"In meinem zweiten Versuch,
die Leningrader Verteidigung zu praktizieren, brachte mich die
Zugumstellung
2.Sc3 von Herrn Strenger leicht aus dem Konzept. Ich wollte
partout kein Stonewall-Aufbau. So folgte ich meinem Stiefel und griff
positionell ordentlich fehl. Nachdem ich meinen Läufer schlecht
gestellt (fianchettiert) hatte, wurde ich letzten Endes doch zum
normalen d5 gezwungen. Dabei übersah ich eine Diagonale Dame, Turm,
worauf die Qualität im 18.Zug eingebüsst wurde. Fortan war es
unmöglich, noch Ausgleich zu erlangen. Richtige Konterchancen sahen
bedrohlicher aus, als sie in Wirklichkeit waren. Im Partieverlauf
hatte ich dann noch leise Hoffnungen, als Herr Strenger seine Dame ins
Abseits manövrierte, aber die Öffnung am Damenflügel, war nicht mehr
zu stoppen. Für die weiteren zwanzig Züge war mein Motto: Die Hoffnung
stirbt zuletzt!"
Als Strenger aber
dann am Damenflügel mit seinem Bauernvorstoss die Öffnung erzwang, war
diese Flügelzange entscheidend für seine schöne Sieg-Kombination.
Ob es an der speziellen Theorie-Vorbereitung mit einem
vereinsinternen Thementurnier der Sulzbacher Schachspieler über die
Englische Eröffnung lag, ist nicht ganz klar. Tatsache war jedoch, daß
sowohl Richard Günzler (DWZ 1651) als auch Otto Pawlik (DWZ 1345) die
Englische Eröffnung in ihren beiden Weiß-Partien gegen Robert
Ackermann (DWZ 1401) und Kurt Fredershausen (DWZ 1254) wählten. Beide
Sulzbacher konnten sich im Partieverlauf kombinatorisch durchsetzen.
Günzler hatte mit dem Zentrums-Vorstoß die Voraussetzungen
geschaffen, um nach Material-Opfer in einer schönen Schlußkombination
Robert Ackermanns Königsposition zu demolieren. Kurt Fredershausen
konnte seine Figuren am Damenflügel erst mit Verspätung und
Tempo-Verlusten entwickeln, am Ende hatte Pawlik zu viele Bauern auf
dem Brett und lies sich seinen Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen.
Geheimniskrämerei. Fast könnte
man meinen, die für die Öffentlichkeitsarbeit im Schach zuständigen
Verbandsfunktionäre wären alles Anhänger des
Rumpelstiltschen-Geheimbundes, wenn es um die Publizität für die
Deutsche Meisterschaften 2004 der Deutschen Schachjugend geht.
Dabei haben die Veranstalter für das an Pfingsten in Willingen im
Sauerland stattfindende Turnier eine erstklassige Lokation ausgewählt
- und sie haben auch mit dem sehenswerten Internet-Auftritt
auf http://www.dem2004.de/ keine Mühe gescheut. Doch das war's dann auch mit der
unterstützenden Publizität durch die Verbände.
Im Terminkalender des Hessischen Schachverbands sucht man dieses
Turnier vergeblich und auch der Deutsche Schachbund meldet
Fehlanzeige, wenn man die dortige Veranstaltungsdatenbank durchsucht.
Auch in den "News" des Schachbundes hat das Turnier noch nicht mit
einer Ankündigung Beachtung gefunden, lediglich die Hessische
Schachjugend erwähnt im Veranstaltungskalender das Turnier und
veröffentlicht auch einen Link dazu.
Wir sind gespannt wie Julien Leach vom SC Bad Soden in der
Alterskategorie U10 abschneidet - er hat sich für die DEM2004
qualifiziert und trifft dort auf gleichaltrige Gegner aus ganz
Deutschland. Mit seiner aktuellen DWZ von 1232 liegt er an Platz 28
der Meldeliste von insgesamt 62 Teilnehmern.
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Geir Smith-Meyer, Bad Soden |
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Tabellenkalkulation. Im
vorgezogenen Entscheidungsspiel der 7. Runde des Steinbacher
Nachbarschaftsturniers kam es zur Auseinandersetzung zwischen Werner
Reyer, der mit 4.0 Punkten aus 6 Spielen auf dem vierten Platz der
Tabelle stand und Geir Smith-Meyer, der mit 4.5 Punkten aus 6 Spielen
sensationell und unerwartet auf dem dritten Tabellenplatz rangierte.
Nach langem Kampf trennten sich die Kontrahenten mit einem Remis.
Damit zog Geir Smith-Meyer punktgleich zum Tabellenführenden auf.
Trotz Wenn und Aber ist eines klar: Titelverteidiger Roland
Fay kann ganz entspannt der letzten Runde entgegensehen. Mit 2.0
Punkten hält er in der Tabelle einen nervschonenden Abstand zu den
Turnierfavoriten und hat zudem für die letzte Runde ein Freilos
bekommen - Entspannung pur.
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Fidel Castro, Schachscpieler. Foto:
AP |
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Die Politiker. Die
Mannschaftskämpfe sind abgeschlossen, Jubelschreie verhallt und Enttäuschungen
überwunden.
Zeit, sich wieder einmal den leichteren Dingen des
Schachs zuzuwenden.
Politiker haben schon immer mal mit dem strategischen Spiel auf den
64 Feldern geliebäugelt, einige haben sogar ernsthaft am
Turnierbetrieb teilgenommen.
So findet man den kubanischen Präsidenten Fidel Castro öfters mal
als Teilnehmer an Simultanturnieren, und auch der Held der kubanischen
Revolution, Che Guevarra sowie der verstorbene
ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser pflegten das Schachspiel.
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Jens Beutel, OB Mainz.
Foto: Rochade Kuppenheim |
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Unter den deutschen Politikern taucht Innenminister Otto Schily
gelegentlich am Brett auf oder übernimmt schon einmal Repräsentationsaufgaben, wenn
ihn denn der Deutsche Schachbund ruft.
Und
in Rheinland-Pfalz, ganz in unserer Nähe, kommt es auch hin und wieder vor, dass der Mainzer
Oberbürgermeister Jens Beutel seinem Hobby recht
erfolgreich frönt und alljährlich an den Chess Classic Mainz teilnimmt.
Doch nun könnte es bei den kommenden Wahlen zum Europaparlament zu
einer optisch sicherlich willkommenen Ergänzung des grauen
Politiker-Alltags kommen:
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Schachspielerin, Politikerin und
Model: Carmen Kass
Foto: Peter King, eye4beauty |
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Carmen Kass, Hobby-Schachspielerin und als "Model of the Year" eher auf den Catwalks der
Modeschauen in Mailand, New York oder Paris zu Hause, bewirbt sich um
einen Sitz im Europäischen Parlament.
Wenn es um
den Einzug ins EU-Parlament in Strasbourg geht, nimmt sie kein Blatt
vor den Mund und kommentiert die besonderen Qualifikationen eines
Politikers:
"Man muss keine
besonderen Voraussetzungen erfüllen, um Politiker zu sein. Schauen sie
sich Arnold Schwarzenegger an".
Die gebürtige Estländerin,
gerade einmal 25 Jahre jung, ist noch nicht auf offiziellen
Schachturnieren gesichtet worden, aber das kann ja noch kommen.
Noch ist nicht entschieden, welcher Turnierveranstalter der
Estländerin einen Freiplatz in einer der nächsten
Promi-Simultanschachveranstaltung anbietet. Ein Spitzenplatz -
zumindest als
"Blickfang" - wäre ihr sicher.
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Albert Einstein, Physiker |
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Die Physiker. Eine Verwechslung mit Albert
Einstein, dem Physik-Nobelpreisträger, und GM Matthias
Wahls ist allein schon vom äusseren Erscheinungsbild her ausgeschlossen.
Und doch erinnert Wahls in seinem Schachseminar "Die drei
Dimensionen de Schachs" mit seiner Analogie auf die Physik und deren
Relativitätstheorie an ähnliche gedankliche Modelle und erläutert,
weshalb es im Schach ein "Gesetz der Relativität" gibt.
Im Mittelpunkt
des Seminars "Die drei Dimensionen des Schachs", das vom Schachklub
Bad Homburg 1927 e.V. ausgerichtet wurde, erläutert Wahls dieses
Gedankenmodell und macht es anhand praktischer Beispiele aus der
Großmeister-Praxis deutlich: Im modernen Schach geht es nicht nur um
den schnöden Materialgewinn eines Bauern oder Springer, sondern um
grundlegende Werteverhältnisse und die Transformation von einer
Wertekategorie in eine andere. Auch für ambitionierte Vereinsspieler
ist das Verständnis dieser Zusammenhänge in der Turnierpraxis von
entscheidender Bedeutung.
>>>mehr.
Die Optiker. Kleine Sehkunde. Die Teilnehmer bei
den Offenen Frankfurter Stadtmeisterschaften haben in der Regel ihren
Blick starr auf die 64 Felder und die verborgenen Geheimnisse der
Figurenpositionen fixiert, deshalb entgeht ihnen fast immer der
wunderbare Anblick der Frankfurter Skyline, wie sie vom Austragungsort
der Ballsporthalle in Frankfurt Am Martinszehnten zu geniessen ist.
Höchstens werfen sie noch ein fachkundigen Blick auf die
Tabellenstände und die Auslosung der nächsten Runde - Turnieralltag
pur. Den Alltag mussten auch die Bad Sodener Teilnehmer Ulrich Götting
und Geir Smith-Meyer kennenlernen, denn in dem starken Teilnehmerfeld
muss jedes kleine Pünktchen hart erkämpft werden.
In der Runde 3 konnte unser derzeitiger "Wunderknabe" Geir gegen
Andreas Göbel von Bett vorm Kopp´DWZ (1915) nicht gewinnen und mußte
sich ausnahmsweise mal mit einer Niederlage zufrieden geben. In der
nächsten Runde am kommenden Montag, den 17.05.04 spielt er gegen Georg
Enders von Niederrau (DWZ 1797), da könnten die Chancen besser sein.
Auch Ulrich Götting tut sich bei diesem Turnier schwer, aber er
hatte auch Pech bei seiner Auslosung. Nach dem Remis gegen Norgiew
(noch ohne DWZ) kam er diesmal auch gegen Matthias Pluns von
Bruchköbel (DWZ 1439) nicht über ein Remis hinaus. Jetzt bekommt
er in der 4. Runde auch noch einen Knaller mit Alexander Diehm
(Eschbach/Usingen DWZ 1924) vorgesetzt.
Die Tabellenführung im starken Teilnehmerfeld teilt sich Ryhor
Issermann (Oberursel) mit 3 Punkten mit 7 weiteren Spielen.
Auf zum nächsten Turnier:
am kommenden Dienstag, den 18. Mai ab 20 Uhr (19.30
Meldeschluß), startet der Schachclub Hattersheim im Posthof
eine offene Stadtmeisterschaft. Gespielt werden 7 Runden nach
Schweizer System bei einer Bedenkzeit von 2 h /40 Züge +30 Minuten für
den Rest der Partie. Kontakt: Rainer Rauschenbach
www.schachclub-hattersheim.de. Alle Termine finden Sie im
Terminkalender.
Durch eine andere Vereinsbrille gesehen:
Wie der Nachbarverein SC Flörsheim die letzte Runde so erlebt hat und
worauf es denn bei den jüngsten Spielern in den Mannschaftsrunden
wirklich ankommt:
>>>hier
Die gebündelte Schach-Elite trat im Saisonfinale der
Schachbundesliga an, als der Schachclub Baden-Oos mit
Heimvortail auf die SG Porz zum entscheidenden Stichkampf traf.
Insgesamt waren von der Weltelite die #2, #6, #14, #19, #29, #35, #41,
#46, #54 und #85 im aktuellen FIDE-Ranking vertreten, hinzu kamen die jeweiligen
Landesspitzenspieler #4, #5, #24, #40 aus Deutschland, die #2 aus
Schweden und die #4 aus den Niederlanden. Erwartungsgemäss war es ein ganz
knapper Kampf, am Ende hatte die SG Porz die Nase vorn und gewann
damit die Deutsche Meisterschaft.
| |
SC Baden-Oos |
- |
SG Porz |
3,5 : 4,5 |
BW
13:13 |
R |
| 1. |
GM Viswanathan Anand (2774) |
- |
GM Christopher Lutz (2631) |
1 : 0 |
8:0 |
3 |
| 2. |
GM Alexei Shirov (2732) |
- |
GM Loek Van Wely (2661) |
0 : 1 |
0:7 |
4 |
| 3. |
GM Peter Svidler (2723) |
- |
GM Ivan Sokolov (2693) |
½ : ½ |
0:0 |
2 |
| 4. |
GM Francisco Vallejo Pons (2662) |
- |
GM Ulf Andersson (2566) |
1 : 0 |
5:0 |
5 |
| 5. |
GM Rustem Dautov (2610) |
- |
GM Alexander Graf (2643) |
0 : 1 |
0:4 |
8 |
| 6. |
GM Dr. Robert Huebner (2604) |
- |
GM Mikhail Gurevich (2644) |
½ : ½ |
0:0 |
1 |
| 7. |
Rainer Buhmann (2527) |
- |
GM Rafael Vaganian (2623) |
0 : 1 |
0:2 |
7 |
| 8. |
GM Ludger Keitlinghaus (2506) |
- |
GM Erik Van den Doel (2615) |
½ : ½ |
0:0 |
6 |
Alle Partien des Stichkamps
>>>hier
interaktiv nachspielen
Die Wikinger kommen! Im
Mittelalter galt dieser Ruf als Warnung vor den wilden Eroberern aus
Skandinavien.
Heute erinnert Geir Smith-Meyer, unser Spieler aus Norwegen, nur
noch mit seiner Barttracht an das historische Vorbild, ansonsten ist
er eher ein verbindlicher, freundlicher und ruhiger Zeitgenosse - es
sei denn, er sitzt als Gegner am Schachbrett gegenüber.
Dann kann es
schon mal vorkommen, dass er so manche Tricks vorbereitet hat und
schon einmal eher selten gespielte Eröffnungsstrategien auf's Brett
zaubert und auf die Widerlegung seines Gegners wartet. Beim derzeitig
laufenden Steinbacher Nachbarschaftsturnier hat er damit schon Erfolg
gehabt: so musste Titelverteidiger Roland Fay den Verwicklungen des
Wolga-Benkö-Gambits Tribut zollen.
Auch der bisherige Tabellenführer Alois Schreyer (DWZ 1900) konnte
in der jüngsten Runde seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden.
Im Verlauf der Partie opfert Geir seinen Turm für den
h6-Bauern, seinen f-Bauer für die positionelle Kontrolle der
Läuferdiagonale mit Angriffschancen auf die schwarze
Königstellung, was fast gelungen wäre. Doch der erfahrene Schreyer
verteidigt präzise, danach kann Geir ein Remis erzwingen.
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Magnus Carlsen
Foto: Ole Valaker |
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Apropos Norweger: Geir's jüngerer Landsmann Magnus Carlsen aus
Lommedal bei Oslo knüpft ebenfalls an die Wikinger-Tradition an und ist auf dem
Wege, zu einer festen Grösse (sprich Wikinger-Schreck) im Welt-Schach
zu werden.
Der am 30. November 1990 geborene Carlsen hatte im April 2004 in
Dubai die Grossmeister-Norm geschafft, und das sogar noch in viel
jüngeren Jahren als Wunderkind Bobby Fischer.
Kurz zuvor hatte er bei einem
Schnellschach-Turnier in Reykjavik keinen Geringeren als den
FIDE-Weltranglisten-Ersten Garri Kasparow an den Rand einer Niederlage
gebracht. Dem Russen blieb nur noch der Remis-Ausweg.
Offene Stadtmeisterschaften von
Frankfurt/M: Geir Smith-Meyer gewinnt seine Partie gegen
Andreas Lux aus Böblingen (DWZ 1808!), Ulrich Götting trennt sich
Remis von Jürgen Norgiev aus Hofheim.
Schnellschach in Hattersheim.
Das Turnier war mit 6 IM/FM sehr gut besetzt und 58
Teilnehmer hatten sich dafür gemeldet. IM Leonid Milov gewann mit
mit 8,5 Punkten aus 9 Partien Auf dem 2. Platz landete bei
ebenfalls 8,5 Punkten aber der etwas schlechteren Feinwertung Moritz
Nazarenus von den Sfr. Schöneck. Auf Platz 3 kam IM Anatoli Donchenko
von Hungen-Lich. Unser aktiver Spieler Geir Smith-Meyer gewann 4 von 5
Partien und platzierte sich auf Rang 39. Doch im Verlauf des Turniers
schaffte er auch eine kleine Überraschung und besiegte den späteren
Gewinner des Seniorenpreises Wladimir Rapoport (Moskau), der für den
SC Matt im Park Frankfurt/M spielt. Rapoport ist mit 2229 Elo-Punkten
bzw. 2102 DWZ-Punkten kein Leichtgewicht, doch Geir Smith-Meyer
verstand es geschickt, im taktisch geprägten Mittelspiel nach mehreren
Abtausch-Mannövern einen Qualitäts-Vorsprung zu erkämpfen -
Rapoport gab kurz darauf die Partie auf. Bei einem Gegnerdurchschnitt
von 1939 über 9 Runden gewann Smith-Meyer ausserdem gegen Willibald
Richt und Stefan Jacobs.
Vereinsmeisterschaft: Überraschungen in
Runde zwei. Die zweite Runde der Bad Sodener
Vereins- und U18-Meisterschaften sind gestern abend zum Abschluss
gekommen, dabei gab es einige faustdicke
Überraschungen. Benjamin Felmy fand mit Schwarz in der Partie
gegen Ulrich Götting keinen Weg, die Remisbreite zu überschreiten.
Nach zähem Stellungskampf verflachte die Partie zum Ende hin und man
einigte sich auf eine Punkteteilung. Ganz anders verlief dagegen die
Partei Geir Smith-Meyer gegen Thomas Rödiger, die anfänglich eher
geschlossen angelegt war und gegen Ende hin in ein taktisch geprägtes
Endspiel mündete. Auch hier einigten sich die Spieler in unklarer
Stellung mit beiderseitigen Chancen auf Remis. Michael Leach unterlag
gegen Dr. Bittner mit Schwarz klar, während der amtierende
Jugendmeister Christoph Leach aus einem klar verlorenen Bauernendspiel
noch zu einem Remis gegen Kurt Fredershausen kam.
Eine vierköpfige Gruppe aus Hans-Walter Schmitt, Dr. Bittner,
Daniel Großjohann und Gerolf Dietz führt nun mit jeweils zwei Punkten
das Feld an, gefolgt von Gunnar Philipp und Thorsten Schöwer,
ebenfalls mit zwei Punkten bei schlechterem Buchholz.
Im U18-Turnier
führt Tobias Decker aufgrund der besten Buchholzwertung vor Max
Arnold, Carsten Segesser, Georg Fidlschuster und Valerio Bello (alle 2
Punkte aus 2 Spielen). Da Christoph Leach als Titelträger des letzten
Jahres diesmal bei den Erwachsenen antritt wird es hier also einen
neuen Jugendmeister geben.
Die neuen Spielpaarungen der 3. Runde müssen spätestens bis zum 28.
Mai gespielt werden. Noch besser ist es natürlich, sich frühzeitig mit
dem Gegner auf einen gemeinsamen Termin zu verständigen. Sprecht Eure
Gegner am besten gleich am nächsten Freitag an oder telefoniert
miteinander, um die unschönen kampflosen Partien soweit möglich zu
vermeiden. [Bericht von Turnierleiter Dr. Gunnar Philipp]
Alle Details zu Tabellenstand und Paarungsliste gibt's
>>>hier.
Zahlen, Zahlen, Zahlen: Nachdem
die Mannschaftsrunde der Saison 2003/2004 nahezu abgeschlossen ist,
haben unsere Statistiker endlich wieder einmal den Taschenrechner
einschalten können. Die inoffiziellen und vorläufigen DWZ-Auswertung
ergeben ein insgesamt erfreuliches Bild: Zehn aktive Spieler haben
sich erstmalig eine DWZ-Leistungsziffer unter Wettkampfbedingungen
erkämpft: Sven Meisgeier, Else Mangold, Dr. Bernhard Wiedemann,
Sebastian Spreng, Stefan Schmieder, Sebastian Straube, Marc Pohl,
Christoph Petersen, Benedikt Kirsch und Carsten Segesser. Herzlichen
Glückwunsch! Zusätzlich
stehen 28 Spieler mit Restpartien auf dem Sprung zu einer DWZ-Wertung.
Ein Blick auf die Häufigkeitsverteilung (siehe untenstehendes
Diagramm) zeigt einen Rückgang der Anzahl Spieler über 2000, hier hält
Vereinsmeister Benjamin Felmy einsam die Spitzenposition ein. Doch in
allen anderen DWZ-Bandbreiten spiegelt sich das gute organische
Wachstum der Spieler-Anzahl und auch der Spielstärke im
3-Jahresvergleich wider.

April 2004
Ganz schnell für Langdenker:
Die Frankfurter Offenen Stadtmeisterschaften 2004 beginnen mit der
ersten Runde am kommenden Montag, 26. April (Anmeldung noch vor 18:45
möglich) in Frankfurt-Bonames. Die komplette Ausschreibung finden Sie
hier. Titelverteidiger IM Stefan Reschke, Zweit-
Bundesligaspieler, Hessischer Kader- und Landestrainer kommentiert in
aller Bescheidenheit: "Es kann auch diesmal nur einen Sieger geben:
Mich!" Allerdings könnte sein SV-Oberursel-Klubkamerad und
Senkrechtstarter Ryhor Issermann (DWZ 2465 in nur drei
Turnierauswertungen!) etwas anderer Meinung sein...
Schnellschach im Lorsbachtal: Eine
besondere Erfahrung. Ein Teilnehmerbericht von Ulrich
Götting.
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Ulrich Götting: Anti-Zeitnot-Programm |
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Am 17.4. fand im Lorsbacher "Löwen" das bekannt-beliebte
Schnellschachturnier über 11 Runden statt, Ausrichter ist der SV
Hofheim. Trotz des schönen Wetters wollte ich die Gelegenheit nutzen,
etwas für meine Schnelligkeit zu tun (Anti-Zeitnot-Programm) und um
ein paar Eröffnungen auszuprobieren.
Unter Leitung von Konrad Neupert begann das Turnier pünktlich.
Unter den 66 Teilnehmern waren außer den bekannten Haudegen wie den
Doktoren Zunker und Brauner aus Hofheim auch die "üblichen
Verdächtigen" auf den Turniersieg mit russischen und serbo-kroatischen
Namen.
Gleich die erste Partie bescherte mir mit Gerd Treppner (FM) einen
"Riesen": 0-1. Bis zur Mittagspause hatte ich aber trotzdem 2 1/2
Punkte aus 5 Runden geschafft. Am Nachmittag stellte ich gegen
Dr.Brauner (DWZ: 2060) nach gutem Spiel in einem
100%-tot-remis-Endspiel meinen Läufer ein, erreichte gegen
Füll/Hofheim (DWZ: 2005) remis in Gewinnstellung-aber-Zeitnot, verlor
1 Punkt gegen einen weiteren Gegner, weil ich nicht wegen einer
Zugrücknahme streiten wollte, holte aber dann gegen starke Jugendliche
aus Hofheim und Frankfurt Punkte.
Dialog mit einem der "Kids".
Er: ich habe gerade gewonnen - - gegen meinen Trainer!
Ich: Oh, dann bist Du wohl ganz gut ?!
Er: hmmmm
Ich: spiele Sizilianisch /Sweschnikow
Er: "Diese Eröffnung spiele ich am liebsten"
Ich bin etwas beeindruckt und lasse mir ein paar Züge später ein
Pferd stehlen. Er sagt jetzt nichts mehr, wird aber zu meinem Glück
übermütig, so kann mein anderes Pferd per Gabel einen seiner Türme
abholen und irgendwie gewinne ich noch sicher. Am Ende hatte ich 5
Punkte und nach Wertung Platz 43. Turniersieger war Yuri Boidman,
beste Dame: Julia Schlein bester Senior: Boris Buzow. [Ulrich Götting]
Die Tränen des Mauren. „Beweine nicht wie ein Weib, was du nicht als Mann verteidigt
hast“, erzählt die Legende. Dies seien die Worte der Mutter des
letzten Maurenkönigs Boabdil gewesen, als sie sah, wie er im Jahre
1492 bei der Vertreibung der Mauren aus Andalusien einige
Tränen beim Verlassen der Alhambra vergoss.
König Boabdil verließ Granada
kampflos, um die Paläste nicht zu zerstören. Seit damals ist dieser Ort in der Nähe von Granada als "El Suspiro del
Moro" (der Seufzer des Mauren) bekannt.
Über ein ähnliches Leid konnten die Schachspieler der ersten
Mannschaft auch klagen, als sie wie Kiebitze die letzten Züge der
Partie zwischen den Schachfreunden Taunus und Kelkheim
in der MTS-Liga beobachteten - denn sie sollte die Entscheidung über
den Aufstieg in die Landesliga bringen. Hier kämpfte Stephan Gutacker (Kelkheim) gegen Reinhard Roth (Sfr.
Taunus) und könnte mit etwa 2 Minuten verbleibender Spielzeit
eigentlich alles klar machen. Ein Sieg gegen Roth hätte den Mannschaftssieg für Kelkheim bedeutet
und für die erste Mannschaft von Bad Soden hätte das zum Aufstieg in
die Landesliga gereicht. Für reichlich Spannung war also gesorgt.
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Aufsteig verpasst!
Die Tränen der
Schutzpatronin des Schachclub Bad Soden |
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In der Schlussphase der Partie war Gutacker mit Weiß am Zug (siehe
Diagramm). Er
stand materiell (Dame gegen Turm) und positionell eigentlich klar auf
Sieg. Eigentlich. Doch Roth mit Schwarz hatte sich auch etwas dabei gedacht. Wie die Partie dann letztlich ausging
können Sie >>>hier
nachspielen.
Die vielen "wenn" und "aber" und "hätte" und "könnte" zählen
letztlich nur in der Nachbetrachtung, entscheidend ist die Partie auf
dem Brett. Und so blieb es beim Seufzer der Kiebitze. Die Schutzpatronin
Sodenia (Bild) der Sodener Schachspieler im Quellenpark
verdrückte noch still eine Träne, dann war die Saison abgehakt.
Ganz schnell zum Schnellschachturnier:
Am Samstag, den 17. April 2004 beginnt um 10:00 Uhr das 2.
Hofheimer Schnellschach-Open in Hofheim-Lorsbach, Hofheimer Strasse 3
im Saal "Zum Löwen". Gespielt werden 11 Runden, Anmeldungen bis 30
Minuten vor Turnierbeginn möglich. Wo liegt Lorsbach? Hier finden:
www.map24.de
Bei den Hessischen Jugend-Einzelmeisterschaften der Altersklasse
U10 in Oberbernhards gewann Philipp Risius vor Sven Grünwald, doch
dahinter platzierten sich gleich 4 Spieler aus dem MTS-Bezirk auf den
nachfolgenden Plätzen: Julien Leach wurde Dritter, Michael
Schmuklermann vom SV Hofheim platzierte sich auf Platz 4, dahinter
folgten Christoph Leach an fünfter Stelle. Frederik Schwarz
(Flörsheim) vervollständigte das gute Abschneiden der MTS-Jugenlichen
auf Platz 6. Doch damit nicht genug: Auch in der U12-Altersklasse
gingen Julien und Christoph Leach an den Start und
platzierten sich am Ende auf Rang 9 bzw. Rang 16. Christian
Specht (Flörsheim) gewann diese U12-Jugendmeisterschaft.
Bei den Hessischen Senioren-Einzelmeisterschaften erzielte
Dr. Friedrich Bittner mit einer 50%-Quote Platz 8. Peter Hegner
erzielte 5 aus 9 Punkten, erreichte Platz 24 in der Gesamtwertung und
verbesserte seine DWZ-Wertung auf 1695.
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Jana Krivec (ELO 2301) Slovenien |
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Über die Selbstironie im Schach oder
weshalb Jana so gut zu lachen hat....
„Selbstironie“ ist ein
Teil des Humors, der sich nicht auf Kosten anderer lustig macht,
sondern das eigene Ungeschick in den Mittelpunkt stellt – und dabei
auch noch lächeln kann. Damit kommt zum Ausdruck, daß das
„Schach-Spiel“ im Grunde genommen zwei Komponenten hat: Erstens
„Schach“ mit der ganzen Theorie, Logik und was auch immer, zweitens
das „Spiel“ als Komponente des Zeitvertriebs, des Vergnügens und des
Ergötzens an den Fähigkeiten oder Unfähigkeiten. Mit der
„Selbstironie“ rückt man das ganze wieder vom todernsten Wettkampf zum
„Spiel“ zurecht. Wie viele Schachspieler ergehen sich in mannigfache
Ausreden, wenn eine Partie „vergeigt“ wird – fast erinnert das an das
Jammern hochbezahlter Bundesliga-Kicker („die Grashalme waren nicht gleichmässig in eine Richtung gekämmt“)… So könnte das Motto im Schach
sein „Spielen um zu gewinnen – Verlieren um zu lernen“.
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Der Schachtherapeut:
Manfred Herbold |
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Manfred Herbold
stellt auf seiner hervorragenden Webseite "Schachtherapeut" diesen
Aspekt heraus und führt dort eine tiefsinnige Rubrik "Hall-of-Shame". Wenn
dann noch eine Partie auf hohem Niveau vergeigt wird, kommt die
Popularität quasi über Nacht.
Diese Erfahrung musste auch WIM Jana Krivec
aus Slovenien (ELO 2301) bei den Europameisterschaften der Frauen in
Dresden machen, als sie gegen WFM Heike Vogel (ELO 2152) antrat.
Irgenwie war sie sehr stark darauf fixiert, mit der Dame in die
gegnerische Stellung einzudringen und schnell die Qualität, nämlich
Turm und Bauer gegen den eigenen Läufer zu gewinnen. Doch Heike Vogel
hatte etwas ganz anderes im Auge: So entwickelte sich eine kurzweilige
Partie ganz im Sinne des Schachtherapeuten
>>>hier zum
nachspielen. Erfreulich: Jana kann
wieder lachen...
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Gary Cooper spielte an der Seite von
Grace Kelly in dem Fred Zinnemann Film "High Noon" den Sherriff Kane,
der im Kampf gegen die Banditen keine Unterstützung der Bewohner
erfährt. |
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High Noon in Kelkheim: keine Unterstützung
vom Nachbarverein. Zum
Abschluss der MTS-Liga wurde es noch mal mächtig spannend. Was die
Schalker Fussballfans als "Meister der Herzen" oder die Freunde um den
ehemaligen Eintracht-Frankfurt-Nationalspieler Ralph Weber als "Drama
von Rostock" bezeichnen und damit an die tragischen Helden im Sport
erinnern, galt diesmal für schachspielende Männer ohne Nerven. Diese mussten nach einer
Marathon-Spielzeit von 7 Stunden am Brett noch in Sekundenbruchteilen
komplexe Spielzüge berechnen und spannten so die Zuschauer auf die Folter.
Eine Entscheidung beeinflusst nicht nur Sieg, Remis oder Niederlage,
vielleicht auch die ganze Saison mit Aufstieg oder Relegation.
Noch sind
die Spieler der ersten Mannschaft um Benjamin Felmy geschockt über das
4:4 Remis der Kelkheimer gegen die Schachfreunde Taunus und damit den knapp verpassten
eigenen Aufstieg, denn nun führt Taunus die Abschlusstabelle der
MTS-Liga punktgleich mit Bad Soden an, hat aber die Winzigkeit von 1,5
Brettpunkten mehr über die gesamte Saison erzielt.
Offensichtlich sind die Bad Sodener Spieler der ersten Mannschaft
nun auch noch von einer Schreibblockade befallen und trauen sich
nicht, angesichts des Dramas von Kelkheim einen diplomatisch korrekten
Spielbericht hier auf diesen Seiten zu veröffentlichen.
Ersatzweise lesen wir, was die Schachfreunde aus Kelkheim, die sich
ebenfalls noch einige Hoffnungen auf die MTS-Meisterschaften machten,
dazu schreiben (http://www.schachfreunde-kelkheim.de/index.htm):
"Puh, da wurde das Rennen um
die Meisterschaft ja nochmal spannend in der MTS-Liga.
Als nach ca. 4 Stunden die Zeitkontrolle vorüber war und wir den
Zwischenstand aus Eppstein hörten, war jedoch klar, dass wir keine
Chance auf die Meisterschaft mehr haben würden. Bad Soden führte
nämlich 4:1 gegen Eppstein mit wahrscheinlichem 6:2 Ausgang.
In unserer Begegnung gegen den Tabellenführer stand es da gerade
3,5:1,5 bei einer Verlust-, einer schwierigen und einer Gewinnpartie,
also einem sich abzeichnenden 4,5:3,5 für uns. Damit war zwar die
Vizemeisterschaft möglich, aber die Sodener waren Brettpunktemäßig
nicht mehr einzuholen.
Diese Annahmen wurden nach und nach Gewissheit: Bad Soden gewann sogar
mit 6,5:1,5 in Eppstein und die zwei schwierigen Partien gingen
tatsächlich verloren. Nun hatte unser Vorstand Stephan also die
Meisterschaftsentscheidung zwischen SF Taunus und den Bad Sodenern in
der Hand, deren Abgesandte inzwischen immer zahlreicher das Spiellokal
der SF Taunus bevölkerten, um dem finalen Showdown beizuwohnen.
Stephan, der seinen Gegner im Mittelspiels bereits völlig überspielt
hatte, wickelte ungenau in ein Endspiel mit zwei Mehrbauern bei
verschieden farbigen Läufern plus je einem Turm ab. Trotz Remistendenz
kämpfte er weiter und dank tatkräftiger Mithilfe seines Gegners konnte
er durch ein schönes Qualitätsopfer ein gewonnenes Endspiel mit K+L+2B
gegen K+T erreichen, sodass seinem Gegner nichts anderes blieb, als in
ein Endspiel K+D gegen K+T abzuwickeln. Die Bad Sodener, die schon
nicht mehr recht an eine Siegchance geglaubt hatten, bekamen nun
Oberwasser und begannen bereits mit der Planung der
Meisterschaftsfeier, als die abwechslungsreiche Partie erneut drehte:
Stephan hatte durch die vorhergehende schwierige Endspielbehandlung so
wenig Restzeit übrig, dass er beim Versuch die gegnerischen Figuren in
die Ecke zu drängen eine Pattfalle des Gegners übersah und nach fast 7
Stunden harten Kampfes zwar eine Dame mehr hatte, sich den Punkt
jedoch mit dem Gegner teilen mußte. Diese Partie war nur etwas für
MÄNNER OHNE NERVEN...
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Alexandra Kosteniuk
Foto: methode.de |
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Show-Down in Dresden ist dann schon eher
was für Männer mit Nerven. Wer sich
an die häufigen taktischen Remis-Ergebnisse bei grossen Turnieren
schon gewöhnt hatte, musste bei den in Dresden stattfindenden
Europa-Meisterschaften der Frauen umdenken.
Nach zwölf Runden ist noch nicht alles entschieden: An der Spitze
der Tabelle sind Zhaoquin Peng und Alexandra Kosteniuk mit 9 1/2
Punkten gleichauf.
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Zhaoquin Peng
Foto: chessbase.de |
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Und auch im Verfolgerfeld haben mit Irina Slavina, Antoaneta
Stefanoa, Natialia Shukova sowie Nana Dzagnidze gleich vier
Spielerinnen jeweils 8 1/2
Punkten und es ist noch lange nichts entschieden. So kommt es nach den Turnierregeln zum Showdown in Dresden.
Zunächst werden zwei 15-Minuten-Partien ausgetragen. Steht es danach immer noch unentschieden, wird die Bedenkzeit auf
je 5 Minuten reduziert.
Jetzt ist für die schachspielende Männerwelt der Show Down vorbei.
Im Stichkampf besiegte Alexandra Kosteniuk die lange in der
Turniertabelle führende und aus den Niederlanden kommende Zhaoquin
Peng mit 1,5 zu 0,5 Punkten.
Zum Saisonfinale ging es für die erste
Mannschaft um die Wurst: Es bestanden noch reelle
Chancen auf den Aufstieg - und dementsprechend wurde mit Haken und
Ösen an den Brettern gekämpft. Die erste Mannschaft von Bad Soden
hatte in der letzten Runde ein Auswärtsspiel gegen die zweite
Mannschaft von Eppstein. Hier trafen Alexander Sehr (mit Weiß) und Dr.
Gunnar Philipp aufeinander. Nachdem Weiß mit dem
Nimzovich-Larsen-Angriff gestartet war, bahnte sich im Mittelspiel
nach Damenaustausch eher ein Remis an. Doch dann entschied im
spannenden Endspiel letztlich wieder einmal die bessere
Bauernstruktur. Wieso? >>>hier
Partie nachspielen.
Neue Mitglieder. Als neue
Mitglieder im Schachclub Bad Soden begrüssen wir ganz herzlich
Alexander Farhadi (*1992), Kevin Gram, Marco Gromball (*1994), Hilmar
Klingkusch (*1994), Andreas Ohmer (*1994), Thomas Ohmer (*1992), Ben
Raasch (*1995), Rüdiger Schilb (*1962), Thorsten Schöwer (*1969),
Nikola Schulze (*1996) und Jannis Wolter (*1996).
Vereinsmeisterschaft 2004:
die ersten Runden der Bad Sodener Vereins-
und Jugendmeisterschaft konnten gestern komplettiert werden.
Wie meistens bei Turnieren nach Schweizer System haben sich in der
ersten Runde alle Favoriten durchgesetzt. Die nächsten Runden dürften
nun zunehmend enger werden und wir dürfen gespannt sein, wann die
ersten Remise oder sogar Außenseitersiege eintreten.Damit können wir
auch direkt mit dem nächsten Durchgang starten. Die Tabellen nach der
ersten Runde und die Spielpaarungen der zweiten Runde sind
hier zu finden
Diese Runde wird spätestens am 30. April abgeschlossen, natürlich kann
aber auch schon vorher gespielt werden. Die Ergebnisse tragt bitte wie
immer im Aushang in der Halle ein oder meldet per Email an Dr. Gunnar
Philipp.
Kein Scherz: Im ersten Quartal
2004 verzeichnete der Schachclub Bad Soden 2528 Besucher auf dieser
Webseite, d.h. pro Monat durchschnittlich über 840 Besucher. Vielen
Dank.
Chessbase.de versucht, gutgläubige Leser
in den 1. April zu schicken.
Bad Soden, 1. April 2004 0:12 Uhr.
Ein aufmerksamer Webmaster liess sich kein X
für ein U vormachen und recherchierte gründlich nach - denn die Story
hätte zu schön sein können: In grosser Aufmachung berichtete das in
Deutschland wohl führende Schach-News-Online-Magazine Chessbase.de (www.chessbase.de)
über neue geplante FIDE-Regelungen zum leidigen Thema der kurzzügigen
Remis-Vereinbarungen:
"Fide
greift durch: Ergebnisreform schon im Oktober
01.04.2004
Die vielen zuschauerfeindlichen kurzzügigen Großmeisterremisen auf
Spitzenturnieren, aber auch in den Ligen und nationalen und
internationalen Meisterschaften hat die Fide- Regelkommission auf den
Plan gerufen. Innerhalb kürzester Zeit wurde eine Regelreform
ausgearbeitet, der schon bei der kommenden Schacholympiade in Mallorca
im Oktober in Kraft treten soll. Bei einer Pressekonferenz in Moskau
sagte Ilyumshinov gegenüber Pressevertretern: "Die kurzen oft
abgesprochenen Remisen, schaden dem Ansehen des Schachs und schmälern
seine Chancen auf Teilnahme an den Olympischen Spielen. Die neue
Regelreform wird dies radikal ändern."
Die neue Regel sieht nach den Wünschen der Chessbase.de-Redakteure
folgendes vor:
1. Für eine gewonnene Partie bekommt
der Sieger 1 Punkt (wie bisher)
2. Für eine verlorene Partie bekommt der Verlierer 1/2 Punkt (Neu!)
3. Bei Remis gibt es 0 Punkte für beide Spieler (Neu!)
Doch dann enttarnt sich die Redaktion selbst als Schöpfer eines
April-Scherzes und treibt die Posse auf die Spitze: "Die
Fide erwartet auch große und positive Auswirkungen für die Elo-Liste.
Fide-Präsident Ilymshinov will dann sogar noch weiter gehen und die
gesamte Elo-Liste rückwirkend nach den neuen Ergebnisregeln neu
ausrechnen lassen. "Wir sind sehr gespannt, wer dann die neue Nummer
Eins ist."
Was zu schön war um wahr zu sein,
entpuppte sich bei einer im Internet-Leben schon eher routinemässigen
Überprüfung zusätzlicher Nachrichtenquellen. Weder die
englischsprachige Seite von Chessbase.com noch die FIDE selbst
berichteten über ähnliche Absichten. Offensichtlich sind die
deutschsprachigen Chessbase.de Redakteuere bei der Übersetzung ins
Englische etwas ins Hintertreffen geraten und haben erkennbar den Redaktionsschluss verpasst. Ein kleiner Tip für das nächste Jahr: "1.
April" [deutsch] = "April Fool's Day" [englisch]. Nice try, guys....
DSDS Deutschland sucht den Superstar.
Über mangelnde Jobperspektiven bräuchten sich diese Damen keine
besondere Sorgen machen. Falls einige der charmanten Teilnehmerinnen
an den Europäischen Schachmeisterschaften der Frauen in Dresden nicht
auf den vorderen Rängen landen und lukrative Sponsoren-Verträge
aushandeln können, bliebe ihnen die Tür zur glitzernden
Boulevard-Medienwelt á la "DSDS" oder "Ich bin ein Star - holt mich
hier raus" sicherlich weit offen.
Zwar hatte Alexandra Kosteniuk (http://www.kosteniuk.com/)
schon Erfahrungen gesammelt, als sie als "Glamour-Girl in Schwarz und
Weiß" vermarktet wurde. Doch im Gegensatz zu ihrer russischen
Landsmännin Anna Kournikova, die als Tennissportlerin und
"Glamour-Girl" öfters die Bilderseiten der Regenbogenpresse als die
Siegerlisten bei Tennisturnieren füllt, ist Kosteniuk schach-sportlich
sehr erfolgreich: Als mehrfache Frauen-Weltmeisterin
(1996, 1998 und derzeitige Vize-Weltmeisterin 2001) liegt Alexandra
auf Platz 15 der FIDE-Frauen-Rangliste.
Doch die anderen Spielerinnen haben eher die
64
schwarz-weißen Felder im Kopf und kämpfen im Dresdner Turnier um Sieg
oder Niederlage.
Mit Jovanka Houska vom Bundesligisten SV Hofheim und Jessica Nill
vom SC Baden-Oos sind auch zwei Hessen-Mädchen mit von der Partie.
Houska started zwar für die englische Nationalmannschaft, doch mit
Jessica Nill, die ihre Wurzeln beim 1. Hainstädter SC 1950 in der
tiefsten Rödermark hat, ist eine waschechte Hessin vertreten.
Nachdem 9 von 12 Runden gespielt sind, zeichnet sich
ab, dass Pia Camling aus Schweden ihren EM-Titel nicht erfolgreich
verteidigen kann. Mit Zhaoquin Peng, die für die Niederlande startet
und nicht zu verwechseln mit ihrem chinesischen Namensvetter Xiaomin
Peng (ELO 2595 und Nummer 5 in der China-Rangliste) ist, liegt eine Favoritin zur Zeit mit einem halben Punkt Vorsprung an der Spitze
der Tabelle.
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