Innovatives Chess960 beim 1.
Main-Taunus-Cup vom 1.-3-Oktober in Bad Soden
Der Schachclub Bad Soden e.V. und der
Frankfurter Förderverein Chess Tigers e.V. veranstalten vom 1.-3.
Oktober 2005 den 1. Main-Taunus-Chess960-Cup.
Dieses Chess960-Turnier setzt die Reihe der
innovativen Chess960-Turniere in Deutschland fort. Frühere Turniere
wurden in diesem Jahr in Berlin, Offenbach und Deizisau (bei
Stuttgart) veranstaltet. Chess960 bietet eine neuartige Variante des
Schachspiels, bei dem die Grundaufstellung der Figuren unmittelbar vor
Partiebeginn ausgelost Werden und dann für beide Spieler
spiegelbildlich aufgestellt werden. Insgesamt ergeben sich somit unter
Einhaltung gewisser Einschränkungen (jeder Spieler muss einen
schwarz- und weißfeldrigen Läufer haben und der König muss zwischen
zwei Türmen stehen um eine spätere lange oder kurze Rochade zu
ermöglichen) insgesamt 960 mögliche Startaufstellung - was zur
Namensgebung von Chess960 geführt hat. Diese Innovation geht auf den
ehemaligen US-Schachweltmeister Bobby Fischer zurück, der mit dieser
Neuerung die Spiel- und Kombinationsfreude zurück in das Schachspiel
bringen wollte Und damit ein Spiel "ohne die Fesseln der
Eröffnungstheorie" geschaffen hat.
Diese Spielweise ist für Hobby- und
Vereinsspieler - insbesondere für Wenigzeitinhaber - sehr gut
geeignet, um gegenüber ihren Kontrahenten Mit umfassenden
Eröffnungs-Kenntnissen in etwa gleiche Ausgangsbedingungen zu
schaffen.
In jüngster Zeit haben sich auch namhafte
Spieler der Weltelite im klassischen Schach mit dieser Variante
angefreundet. So hält der mehrfache russische Meister GM Peter
Svidler den Weltmeistertitel in Chess960, den er gerade im Rahmen der
Chess Classic Mainz im August 2005 gegen seinen Herausforderer GM
Zoltan Almasi erfolgreich verteidigt hat. Andere spielstarke
Grossmeister, wie z.B. der ungarische GM Peter Leko, der armenische GM
Levon Aronian oder der deutsche "Schachprofessor" und Einzelmeister GM
Artur Jussupow nehmen regelmässig an Chess960-Turnieren teil und
sichern dadurch ein höchstmögliches Spiel-Niveau.
Mit dem 1. Main-Taunus-Cup vom 1.-3.
Oktober in Bad Soden sollen in erster Linie regionale Vereinsspieler
aus dem Rhein-Main-Gebiet angesprochen werden, deshalb wird das
Turnier auch in enger Zusammenarbeit mit dem Schachclub Frankfurt-West
und Hattersheim geplant. Es ist allerdings nicht ganz auszuschliessen,
daß diese Turnierserie auf starkes Interesse überregionaler oder
internationaler Schachspieler stösst, ist der Main-Taunus-Chess960-Cup
doch ein Turnier, dessen Ergebnisse in die diesjährige "German Grand
Prix Wertung" im Chess960 einbezogen wird.
Bisher waren GM Visturs Mejers (Lettland)
und FM Tillmann Vogler vom SV Schott Mainz als Sieger aus den
diesjährigen Turnieren hervorgegangen, die auch wieder in Bad Soden
mitspielen wollen. Doch die sportlichen Erfolge stellen nicht den
einzigen Reiz dieses Turniers dar. Dank der Sponsoren-Zusage von der
Taunus-Sparkasse und Mainova sowie einiger kleinerer regionalen Firmen
ist es den Veranstaltern möglich, einen dynamischen Preisfonds in Höhe
von Euro 5000.- und mindestens 25 Ratingpreise auszuloben. Als
Schirmherr konnte der Bürgermeister der Stadt Bad Soden, Herr Norbert
Altenkamp gewonnen werden, der von Zeit zu Zeit auch das königliche
Spiel pflegt.
Weitere Informationen, Ausschreibung und
Online-Anmeldung finden Interessierte unter:
http://www.schachclubbadsoden.de/sc_01_einladung_1MTC.html.